Nach der Pause wurde es noch einmal richtig eng. Der schwedische Meister erzielte schnell zwei Tore in Folge und so war die komfortable Führung auf ein Tor zusammengeschmolzen. Dazu gab es noch eine Schrecksekunde, THC-Torhüterin Maike März bekam den Ball ins Gesicht und musste behandelt werden. Das tat schon beim Hinschauen weh. Doch gleichzeitig war das ein Weckruf für die THC-Frauen. Sie fassten sich ein Herz, dieses Spiel wollten sie doch unbedingt gewinnen. Alle Rückraumspielerinnen des deutschen Meisters erzielten jetzt schöne Treffer, erst Luzumova, dann Nadgornaja, aber auch Barbosa und Engel. So wuchs die Führung innerhalb weniger Minuten wieder auf fünf Treffer an (22:17). In der 43. Minute kam Torfrau Maike März ins Spiel zurück Sie knüpfte an ihre grandiosen Leistungen der letzten Wochen an und gerade in den letzten Minuten zeigte sie einige Glanzparaden. Bis zum Schluss gaben die Thüringerinnen die souveräne Führung nicht mehr aus der Hand – Sonja Frey setzte von Rechtsaußen 30 Sekunden vor dem Abpfiff den Schlusstreffer zum 30:25.
Mit diesem Sieg und nun vier Punkten auf dem Konto können die THC-Frauen und ihre Fans tatsächlich anfangen ein bisschen vom Final Four in Budapest zu träumen. Bis dahin stehen aber noch drei wichtige Spiele in der EHF Champions League-Hauptrunde an, bei denen man noch weitere Punkte sichern muss.
Stimmen nach dem Spiel:
Herbert Müller (THC): Einen großen Applaus, für meine Mannschaft. Wir haben über 60 Minuen phantastischen Handball geboten und von Anfang an geführt. Am Ende haben wir verdient und souverän gewonnen. Unsere technischen Fehler hat Sävehof nochmal ins Spiel gebracht.
Henrik Signell (IKS): Der THC war, wie erwartet, stark. Glückwunsch zum Sieg. Die Stimmung war super, wir würden gerne gleich hierbleiben.
Statistik:
Thüringer HC: Jana Krause, Maike März; Nadja Nadgornaja (5), Sonja Frey (3), Martine Smeets, Danick Snelder (1), Iveta Luzumova (5), Katrin Engel (3), Marieke Blase, Franziska Mietzner (1), Svenja Huber (6), Alexandrina Cabral Barbosa (6).
IK Sävehof: Johanna Bundsen, Filippa Idehn; Birna Birg Haraldsdottir, Louise Sand (1), Hanna Fogelström (2), Ida Oden (4), Jamina Roberts (4), Frida Tegstedt (1), Jenny Wikensten (1), Edijana Dafe (2), Elin Karlsson (2), Jenny Alm (8), Elin Enhöring.
Strafwürfe: 6/5 – 5/3.
Zeitstrafen: 3 – 4.
Disqualifikation: Frida Tegstedt nach dritter Zeitstrafe (42. Minute).
Zuschauer: 1700.
Schiedsrichter: Bojan Lah/David Sok (SLO).
EHF-Delegierter: Ferdinand Van der Helm (NED).
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